Wir JuLis sind die einzige liberale Jugendorganisation in Deutschland. Unser Ziel ist es, Politik und Zeitgeschehen nach den Prinzipien von Freiheit, Individualität, Eigenverantwortung und Toleranz mit zu gestalten. Unser Leitbild sind dabei freie und selbstbestimmt handelnde Menschen, die Verantwortung für sich und andere übernehmen. Statt auf den Staat vertrauen sie in erster Linie auf sich selbst und leben ihre eigenen, individuellen Lebensentwürfe.

Deutschlandweit gibt es derzeit rund 10 000 JuLis. Bei uns mitmachen und Mitglied werden kann jeder im Alter zwischen 14 und 35 Jahren – egal ob Schülerinnen oder Schüler, Auszubildende, Studierende, Berufstätige oder Erwerbslose. Wir freuen uns auf jeden, der mit uns zusammen für eine freiheitliche, der Generationengerechtigkeit verpflichtete Politik streitet. Denn nur gemeinsam können wir unsere Gesellschaft, unser Land, Europa und die Welt nach unseren freiheitlichen Vorstellungen gestalten. Dafür treten wir bereits seit 1980 ein und sehen uns selbst als Sprachrohr unserer eigenen sowie kommender Generationen.

Unser parlamentarischer Ansprechpartner – unsere Mutterpartei – ist die FDP. Über sie versuchen wir, unsere jungliberalen Positionen in die Parlamente zu tragen und politische Wirklichkeit werden zu lassen. Das hat in der Vergangenheit schon oft funktioniert: So waren es etwa wir JuLis, die als erste die Aussetzung der Wehrpflicht gefordert haben, die sich gegen den großen Lauschangriff aussprachen und für einen schnellstmöglichen Atomausstieg einsetzten. All das konnte die FDP auf unsere Anregung hin in Regierungsverantwortung umsetzen.

Obwohl wir JuLis seit November 1982 offizieller Jugendverband der FDP sind, stehen wir unserer Mutterpartei stets konstruktiv-kritisch gegenüber. Auch deshalb sind wir als eingetragener Verein rechtlich, organisatorisch und programmatisch vollständig unabhängig. Konkret heißt das vor allem, dass JuLis weder automatisch der FDP angehören, noch dass alle jungen FDP-Mitglieder immer auch JuLis sind.

Dass wir heute die offizielle Jugendorganisation der FDP sind, ist allerdings keinesfalls selbstverständlich. Noch bis 1982 waren die Jungdemokraten (Judos) deren offizieller Nachwuchsverband. Als die Judos sich jedoch politisch und inhaltlich immer weiter von der FDP entfernten, entstanden die Jungen Liberalen als konkurrierende liberale Jugendorganisation – gegen den Willen der damaligen Parteiführung und auf Eigeninitiative junger FDP-Basismitglieder. Nach mehrjährigen innerparteilichen Auseinandersetzungen wurden die Jungdemokraten 1983 dann schlussendlich offiziell durch uns Junge Liberale ersetzt. Erstmals in der Geschichte löste damit eine Partei ihre bestehende Jugendorganisation durch eine neue ab. Auch nach der Wiedervereinigung waren wir JuLis die Ersten: Bereits 1990 schlossen wir uns mit der in Ostdeutschland entstandenen Jungliberalen Aktion (JuliA) zum ersten gesamtdeutschen Jugendverband zusammen.

Inhaltlich vertreten wir seit unserer Gründung die Idee eines konsequent ganzheitlichen und humanistischen Liberalismus. Denn wir sind davon überzeugt, dass eine Politik der Freiheit nicht allein auf vernunftgeleitete Wirtschaftpolitik beschränkt bleiben darf. Deshalb endet Liberalismus für uns nicht bei ökonomischen oder steuerrechtlichen Themen, sondern gibt beispielsweise auch auf sozialpolitische, gesundheitspolitische, bürgerrechtspolitische oder außenpolitische Fragen überzeugende Antworten.

Unsere Ideen und Beschlüsse vertreten wir gemeinsam und geschlossen gegenüber der FDP, aber auch direkt in Räten und Parlamenten. So gehören derzeit zwei JuLis dem Europäischen Parlament an und bis September 2013 haben 17 JuLis im Deutschen Bundestag gesessen. Auch in zahlreichen Landtagen sind wir mit jungliberalen Abgeordneten vertreten und überall in Deutschland arbeiten JuLis in Stadträten und Kreistagen tatkräftig mit.

Doch viel zu tun gibt es für uns auch außerhalb der Parlamente: So werben wir beispielsweise mit Onlinekampagnen im Web 2.0 oder mit themenspezifischen Aktionen in Innenstädten für unsere Inhalte. Daneben treffen wir uns zu Kongressen und Veranstaltungen oder versuchen unsere Überzeugungen durch Pressemitteilungen und gezielte Medienarbeit in die Öffentlichkeit zu tragen. So werben wir für eine freiheitlichere Politik in Deutschland und der Welt.

Bei alldem kannst Du uns unterstützen. Denn wir können nur dann viel bewegen, wenn wir uns gemeinsam für unsere Wertvorstellungen und Ideale einsetzen. Solltest du noch Fragen oder Anregungen haben, melde dich einfach unter info@julis.de. Oder noch besser: Unterstütze uns und werde jetzt Mitglied. Fülle einfach online Deinen Mitgliedsantrag aus und Du bist dabei.

Los geht’s, wir brauchen Dich!

Die Jungen Liberalen Bayern e.V. (Kurzbezeichnung: JuLis Bayern) sind die landesweite Untergliederung der Jungen Liberalen. Die Jungen Liberalen sind die Jugendorganisation der FDP, jedoch auf Landesebene wie auf Bundesebene inhaltlich und organisatorisch unabhängig.

Basisdaten

Gründungsdatum:

5. Dezember 1980

Gründungsort:

München

Mitglieder:

ca 830 (Stand: 2014)

Vorstand:

Übersicht

Ombudsmitglied:

Christian Schnorbusch

Anschrift:

Landesgeschäftsstelle
Goethestraße 17
80336 München

Telefon:

(089) 126009-60

Fax:

(089) 126009-62

Website:

www.julis-bayern.de

Haltung gegenüber der FDP

Die Jungen Liberalen Bayern verstanden sich seit ihrer Gründungszeit immer wieder nicht nur als Vertreter und somit Lobbyisten der Jungen unter den Liberalen, sondern auch als Reform-Motor der FDP, nicht nur in inhaltlicher, sondern auch in struktureller und organisatorischer Hinsicht.

Verschiedene organisatorische Konstruktionen der FDP wurden dabei wiederholt und oft auch erfolgreich von Jungen Liberalen zu ändern versucht, Fehlentscheidungen aus Sicht der JuLis wurden als solche benannt.

Die FDP bindet die Jungen Liberalen in Anerkennung von deren Engagement in Wahlkämpfen und bei der innerparteilichen Arbeit, teils per Satzung, meist traditionell, in verschiedene innerparteiliche Gremien und Prozesse ein. Die Vorsitzenden der Gliederungen der Jungen Liberalen werden in die Vorstände der entsprechenden FDP-Gliederung kooptiert, weshalb JuLis für diese Ämter per Satzung der Jungen Liberalen Mitglied der FDP sein müssen.

Auf Landesebene wird zudem traditionell der Vorsitzende der Jungen Liberalen als Beisitzer durch den Parteitag in den Landesvorstand der FDP gewählt, in manchen Untergliederungen ebenso.

Die JuLis stellen außerdem je ein stimmberechtigtes Mitglied für die Landesfachausschüsse der FDP, üblicherweise die Leiter der jeweiligen Landesarbeitskreise.

Auf den Parteitagen der FDP sind die entsprechenden Gliederungen der Jungen Liberalen antragsberechtigt, machen von diesem Recht häufig Gebrauch und bestimmen so die Programmatik der Mutterpartei häufig entscheidend mit.

2004 auf ihrem 59. Landeskongress beschlossen die JuLis Bayern in Folge der aus Sicht der FDP mit 2,6% gescheiterten Landtagswahl 2003 einen Antrag mit dem Titel „Lösungsansätze für eine schlagkräftige liberale Partei in Bayern“.

Die Forderungen bestärkten den in der Bundestagswahl 2002 auf Bundesebene in der FDP durchgesetzten Kurs weg vom Mehrheitsbeschaffer: „Eigenständigkeit der FDP muss auf allen Ebenen erkennbar werden“. Sie setzen sich damit entschieden gegen Bestrebungen innerhalb der FDP ein, sich den in Bayern herrschenden Mehrheitsverhältnissen durch Assimilation anzupassen und Kooperationsbereitschaft der CSU gegenüber zu signalisieren um deren Wählerpotential zu gewinnen. Gleichzeitig drängte der Beschluss, die bis zu den folgenden Wahlen verbleibende Zeit zu einer innerparteilichen Reorganisation zu nutzen. Zielvorstellung war eine weniger bürokratische Struktur, in der außerdem Ämter nicht mehr nach Proporz, sondern dem liberalen Leistungsprinzip folgend nach den Fähigkeiten der Amtsträger vergeben werden: „Es ist nicht Sinn und Zweck eines Vorstandes, alle Untergliederungen zu repräsentieren, sondern mit geeignetem Personal effizient zu arbeiten.“

Bürgernähe zwischen den Wahlkämpfen sowie eine mutigere und intensivere Wahlkampfführung mit klarer Linie sind weitere Forderungen des Antrages. Der Antrag der JuLis Bayern wurde anschließend nach langer Debatte auf dem Landesparteitag der FDP mit einigen Änderungen beschlossen.

Organisation

Die Jungen Liberalen Bayern sind in sieben Bezirksverbände gegliedert, die sich nach den Grenzen der dritten kommunalen Ebene, der bayerischen Regierungsbezirke richten.

Diese wiederum gliedern sich folgendermaßen in 47 Kreisverbände (Stand 2011): Oberbayern (13 und ein Stadtverband München), Niederbayern (7), Schwaben (6), Oberpfalz (4), Mittelfranken (7), Oberfranken (5) und Unterfranken (4).

Auf Landesebene repräsentiert der auf Landeskongressen gewählte Landesvorstand als Exekutive die Jungen Liberalen Bayern. Er tagt regelmäßig, ergänzt durch jährliche Landesklausurtagungen und arbeitet aufgrund der Flächengröße Bayerns maßgeblich auf Basis elektronischer Kommunikation. Der Landesverband stützt sich in seiner inhaltlich programmatischen Arbeit außer auf den Input von Untergliederungen auch auf die fachbezogene Arbeit von 9 Landesarbeitskreisen (LAK) (Stand 2011), erstmals 1984 unter dem Namen „Projektgruppen“ erwähnt.

Die Landesarbeitskreise tagen unter Leitung von LAK-Vorsitzenden mindestens auf den traditionell zweimal im Jahr stattfindenden „Politisch-Programmatischen Wochenenden“ (PPW) unter einem gemeinsamen Oberthema.

Die Landesarbeitskreise stellen dabei inhaltlich konkurrierende Gremien zu den Landesfachausschüssen des FDP-Landesverbandes dar, deren stimmberechtigte Mitgliedschaft über ein Delegiertensystem beschränkt ist. Die Landesarbeitskreise sind antragsberechtigt auf Landeskongressen. Die JuLis Bayern verfügen über je ein Delegiertenmandat für die Landesfachausschüsse der FDP.

Kongresse

Landeskongresse finden traditionell dreimal im Jahr statt, Bezirkskongresse mehrmals im Jahr, Kreisverbände treffen sich meist einmal im Monat zu Stammtischen oder thematischen Aktionen. Der Veranstaltungsort für Landeskongresse wechselt in vorgegebener Reihenfolge zwischen den bayerischen JuLi-Bezirksverbänden. Im Unterschied zur FDP beträgt die Amtszeit für Ämter innerhalb der Jungen Liberalen Bayern mit Ausnahme des Landesschiedsgerichtes (zwei Jahre) ein Jahr.

Eine Besonderheit bei den Kongressen der Jungen Liberalen Bayern und aller ihrer Untergliederungen ist die Verwendung des Alex-Müller-Verfahrens zur Festlegung der Antragsreihenfolge.

2005 konnte auf Drängen der Jungen Liberalen Bayern die Einführung dieses Verfahrens auch auf FDP-Landesparteitagen durchgesetzt werden.

Seit 2006 wird auf den Kongressen der Jungen Liberalen Bayern das Prinzip der Sunset-Klausel eingesetzt. Diese Vorgehensweise soll sicherstellen, dass die Zahl der gültigen Beschlüsse begrenzt bleibt und programmatische Beschlüsse mit aktueller Relevanz klar vom ‚Archiv‘ früherer Beschlüsse unterschieden werden können. Außerdem soll damit, so die Begründung, ein Testfall für die Einführung einer Sunset-Klausel für Gesetze auf Parlamentsebene geschaffen werden. Nach Einführung dieser Vorgehensweise wird für alle beschlossenen Anträge bei Beschlussfassung über die Dauer der Gültigkeit der Anträge abgestimmt. Nach einer Frist von einem, fünf oder 10 Jahren besteht die Möglichkeit durch den Kongress, einen Antrag auf Verlängerung der Gültigkeit zu stellen. Ansonsten werden die Beschlüsse in der Beschlusslage als ungültig gekennzeichnet und archiviert. Für Richtlinienbeschlüsse existiert die Möglichkeit der unbegrenzten Gültigkeit.

Mitgliedschaft

Die Regelungen für die Mitgliedschaft der Jungen Liberalen Bayern richten sich nach denen des Bundesverbandes der Jungen Liberalen. Mitglieder der JuLis Bayern sind grundsätzlich auch Mitglieder des Bundesverbandes der Jungen Liberalen, nicht notwendigerweise Mitglieder der FDP. Eine Mitgliedschaft in mit den JuLis oder der FDP konkurrierenden Organisationen und Parteien sowie in Scientology ist laut Satzung ausgeschlossen. Mitglieder von Untergliederungen der JuLis Bayern sind immer auch Mitglieder der übergeordneten Gliederung (Landesverband > Bezirksverband > Kreisverband/Stadtverband). Dabei ist eine unmittelbare Mitgliedschaft nicht in der untersten Gliederung möglich.

Seit 2005 erscheint das Mitgliedermagazin „JuLeo“ des Landesverbandes der Jungen Liberalen viermal pro Jahr und wird inzwischen via Mail an die Mitglieder versendet. Vor 2005 hieß das Mitgliedermagazin der Jungen Liberalen Bayern „JA – Junge Liberale Bayern Aktuell“. Das Magazin erscheint nach wie vor im Format DIN A5 in Schwarzweißdruck mit einem Umfang von ca. 20 Seiten sowie in Farbe digital auf den Internetseiten der JuLis Bayern. Der Inhalt setzt sich zusammen aus programmatischen Artikeln, Terminen und Einladungen, Informationen, einem Grußwort des Vorsitzenden und Leserbriefen. Das Magazin wird ergänzt um einen monatlichen E-Mail-Newsletter.

  • Der erste Landeskongress als Gründungsversammlung der Jungen Liberalen Bayern fand am 5. und 6. Dezember 1980 bei Teilnahme von 17 Gründungsmitgliedern in München statt, parallel zum zeitgleich in München stattfindenden 31. ordentlichen Bundesparteitag der FDP. Termin und Ort fielen damit absichtlich in die damaligen schweren Diskussionen innerhalb der FDP: Deren offizielle Jugendorganisation waren zu diesem Zeitpunkt noch die sich programmatisch von der FDP ins linke Spektrum wegentwickelnden Jungdemokraten. Viele einflussreiche FDP-Mitglieder sahen in dieser Organisation ihre politische Jugend und Vergangenheit und hofften daher noch auf einen Konsens mit den Jungdemokraten. Zum ersten Landesvorsitzenden wählten die Gründungsmitglieder Michael Sieber.
  • 1983 erreichten die Jungen Liberalen nach zähen Verhandlungen die Aufnahme in den Ring politischer Jugend (RPJ).
  • 1989 wurde der bayerische Junge Liberale Hermann „Beppo“ Brem, früherer Bundesvorsitzender des Studentenverbandes SLH, zum Bundesvorsitzenden der Jungen Liberalen gewählt.
  • 2005 wurde der bis dahin stellvertretende Landesvorsitzende für Presse, Moritz Kracht aus Würzburg, als stellvertretender Bundesvorsitzender gewählt.
  • 2006 wurde auf den Kongressen der Jungen Liberalen Bayern die Sunset-Klausel zur Bestimmung der Gültigkeitsdauer aller beschlossenen programmatischen Anträge eingeführt.
  • 2007 wurde das JuLis Bayern Weblog eingeführt, was inzwischen als bestes Blog der liberalen Bloggosphäre ausgezeichnet wurde.
  • 2008 unterstützten die JuLis Bayern den Wiedereinzug der FDP ins Maximilianeum mit einem eigenen Wahlportal und innovativen Werbemitteln für die JuLi-Kandidaten
  • 2009 ziehen die JuLis mit Nadja Hirsch (Europa) und Sebastian Körber (Bund) mit zwei aussichtsreichen Spitzenkandidaten ins Superwahljahr. Nadja Hirsch wurde sogar gleichzeitig noch FDP-Spitzenkandidatin.
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