112. Landeskongress in Nürnberg: Neuer Landesvorstand gewählt

Leitantrag fordert verbindliche Fristen und mehr Tempo in der Verwaltung

Pressefoto des neuen Landesvorstands: v.l.n.r.: Thomas Georg, Philipp Oelschlegel, Nick Haug, Benjamin Riedel, Linus Luef, Joshua Türk, Lukas Bohn, Leander Spalinger, Cara Frebel, Maxi Wiegand, Leonhard Riedel es fehlt: Lisa-Marie Pischel (Foto: Simon Ruck)

112. Landeskongress in Nürnberg: Neuer Landesvorstand gewählt

Leitantrag fordert verbindliche Fristen und mehr Tempo in der Verwaltung

Nürnberg, 17. Oktober 2026. Die Jungen Liberalen Bayern haben auf ihrem 112. Landeskongress in Nürnberg einen neuen Landesvorstand gewählt. Lukas Bohn aus Aschaffenburg wurde mit 85% als Landesvorsitzender wiedergewählt.

Ebenfalls im Amt bestätigt wurden Schatzmeister Nick Haug und der stellvertretende Landesvorsitzende für Programmatik, Linus Luef, sowie der stellvertretende Landesvorsitzende für Organisation Thomas Georg. Neugewählt wurde Joshua Türk, er übernimmt künftig das Amt des Pressesprechers.

Den Landesvorstand komplettieren die Beisitzer Lisa-Marie Pischel, Philipp Oelschlegel, Cara Frebel, Leander Spalinger, Leonhard Riedel, Benjamin Riedel und Maxi Wiegand.

Neben den Vorstandswahlen steht die inhaltliche Ausrichtung des Verbands im Mittelpunkt. Mit ihrem beschlossenen Leitantrag fordern die JuLis Bayern einen grundlegenden Wandel der öffentlichen Verwaltung: weniger Bürokratie, verbindliche Bearbeitungsfristen und einen konsequenten Einsatz digitaler Technologien.

JuLis Bayern fordern verbindliche Fristen für Behörden

Mit ihrem Leitantrag „Verwaltung mit Garantie“ setzen die Jungen Liberalen Bayern einen klaren Schwerpunkt auf die Modernisierung der Verwaltung. Aus Sicht des Verbands darf Digitalisierung nicht bei Onlineformularen und neuen Portalen stehen bleiben. Entscheidend sei, dass Anträge schneller bearbeitet werden und Bürger sowie Unternehmen sich auf verbindliche Entscheidungen verlassen können.

Konkret fordern die JuLis Bayern unter anderem eine grundsätzliche Bearbeitungsfrist von maximal acht Wochen für begünstigende Verwaltungsakte, eine konsequente Genehmigungsfiktion bei ausbleibenden Entscheidungen sowie eine verbindliche Prüfung der Vollständigkeit von Anträgen innerhalb von zehn Werktagen.

Ergänzend sollen digitale Möglichkeiten wie automatisierte Verwaltungsverfahren und der gezielte Einsatz künstlicher Intelligenz Abläufe beschleunigen. Transparente Bearbeitungsstände und klare Konsequenzen bei behördlichen Verzögerungen sollen das Verhältnis zwischen Bürgern und Verwaltung grundlegend verbessern.

Lukas Bohn, wiedergewählter Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Bayern, betont die politische Haltung des Verbands:

„Ein Staat, der seinen Bürgern immer weniger zutraut, wird nicht automatisch besser. Eine Gesellschaft, die immer stärker auf staatliche Lenkung setzt, wird nicht automatisch gerechter.“

Mit neuem Vorstand weiter nach vorn

Mit dem wiedergewählten Landesvorsitzenden und einer Mischung aus erfahrenen und neuen Vorstandsmitgliedern wollen die Jungen Liberalen Bayern ihre politische Arbeit fortsetzen und neue Impulse setzen. Das Kongressmotto „Weiter nach vorn! Kein Stillstand. Kein Zurück.“

unterstreicht den Anspruch, liberale Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln und junge Menschen für Freiheit, Eigenverantwortung und Fortschritt zu begeistern.