Ein Leben ohne Barriere – Reform des Art. 48, II, III BayBO

Ein inklusives Leben ist Ziel der liberalen Idee. Jedoch stehen einem inklusiven  
 Leben im öffentlichen Raum vor allem in beruflicher als auch schulischer Natur auch  
 heute noch oft bauliche Barrieren im Wege. Bauten sind immer auch ein Ausdruck einer  
 Gesellschaft. Besonders im Zuge des Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG bzw. des Art. 118a BV  
 muss hier nachgebessert werden.  
 Wir fordern daher: 
 Alle öffentlich zugänglichen oder öffentlich genutzten Errichtungen, Änderungen oder  
 Nutzungsänderungen des Freistaats Bayern sollen durchgängig barrierefrei gebaut  
 werden. Daher wollen wir konkret eine Reformierung des Art. 48 II, III BayBO. Alle  
 öffentlich zugänglichen oder öffentlich genutzten Neubauten sollen zukünftig den  
 Vorschriften zur Barrierefreiheit aus Art. 48 III BayBO (in allen der  
 zweckentsprechenden Nutzung  
 dienenden Teilen) unterliegen. Die Regelung, dass nur Bereiche des Benutzer- und  
 Besucherverkehrs in den Regelbeispielen des Art. 48 II S. 2 BayBO barrierefrei sein  
 müssen, soll abgeschafft werden. Dass Menschen mit Behinderung öffentliche Gebäude  
 nur als Besucher nutzen, ist ein veraltetes Weltbild. Vielmehr gilt es durch die  
 BayBO auch klarzustellen, dass Menschen mit Behinderung ein inkludierter Teil unserer  
 Gesellschaft sein sollen und sind. 
 Dadurch soll vor allem Menschen mit Behinderung sowohl in beruflicher Hinsicht das  
 Arbeitsleben und Bildungsleben erleichtert als auch in privater Hinsicht  
 Freizeitaktivitäten wie ein Besuch von Sportanlagen oder Freibädern ermöglicht  
 werden. Auch das Leben von Kindern und älteren Menschen wird mit einer durchgängigen  
 Barrierefreiheit des öffentlichen Raumes erleichtert.

Gültigkeit: 5 Jahre

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