10.04.2026

Beamtenreform nach österreichischem Vorbild

Im Jahr 2024 beliefen sich die Personalkosten von Bund-, Ländern- und Kommunen auf über 407 Mrd. € bei Staatsausgaben von insgesamt etwa 2 Bio. €. 

Für Beamtenpensionen (1,4 Mio. Bezieher) werden etwa gleich viele Steuergelder aufgewandt, wie für die Rente (22 Mio. Bezieher). 

Die Durchschnittspension beträgt 3416€ Brutto/Monat, die Durchschnittsrente liegt nur  bei 1543 €/Monat. 

Von den ca. 1,8 Mio. Beamten in Deutschland sind 800.000 verbeamtete Lehrer, was etwa  2/3 aller Lehrkräfte entspricht. 

Ein verbeamteter Lehrer steigt mit A13 ein (knapp 4000€ Netto/Monat). Ein Lehrerpaar gehört damit direkt zu den obersten 5% der Haushaltsnettoeinkommen. Ist der Lehrer  noch verheiratet und hat Kinder, können schnell weitere 2000 € Netto/Monat  dazukommen. Wir bezahlen kaufkraftbereinigt Lehrer weltweit mit sehr großem Abstand  am besten. Es gibt somit keinen Zusammenhang zwischen Lehrqualität und Bezahlung. 

Ein Sport- und Mathelehrer mit minimalem Korrekturaufwand hat laut Umfragen ca. eine  30h-Woche zusätzlich zu den 15 Wochen Ferien. Stellt sich ein verbeamteter Lehrer als  ungeeignet für seinen Job heraus, kann er nicht gekündigt werden. 

Polizisten, Richter und andere Beamte müssen weisungsbefugt sein, wodurch die Verbeamtung bei ihnen einen juristischen Sinn hat. Lehrer können problemlos auch  angestellt werden. 

Bei unseren österreichischen Nachbarn wurden viele sinnvolle Maßnahmen für eine  Anpassung der Beamtenprivilegien getroffen. Dort wird nur noch verbeamtet, wo unbedingt notwendig. Privilegien werden mit jedem neuen Jahrgang schrittweise zurückgefahren, bis sie einem Angestelltenverhältnis gleichkommen. So wurde beispielsweise das Pensions- auf das Rentenniveau abgesenkt, Politikerpensionen wurden abgeschafft und österreichische Beamte zahlen in ihre eigene Pensionskasse  ein. 

Wir fordern auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene in Deutschland Gleiches umzusetzen, damit Steuersenkungen für die breite Bevölkerung wieder möglich und das soziale Ungleichgewicht ausgeglichen wird.

Antragsteller: JuLis Mittelfranken

Gültigkeit: 5 Jahre

Weitere Beschlüsse

12.04.2026

Ein liberales Chancenwunder für den Alltag – Unsere programmatische Neuausrichtung für Bayern 2028

I. Präambel: Der Staat als Dienstleister – Ein Liberalismus der echten Chancen Nach den schmerzhaften Wahlniederlagen der letzten Jahre reicht...
10.04.2026

Wehrpflicht-Stasi? Nein, danke!

Seit Anfang 2026 müssen Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren für Auslandsaufenthalte von mehr als drei Monaten eine...
11.04.2026

NextGen Kommunalpolitik – Digitale Beteiligungs- und Qualifizierungsformate für junge Menschen

Die Jungen Liberalen Bayern fordern den Freistaat Bayern auf, ein digitales Programm „NextGen Kommunalpolitik“ aufzubauen, das junge Menschen niedrigschwellig an...