Für einen praxisnahen Umgang mit dem Wolf

Die Jungen Liberalen Bayern begrüßen die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland. Eine
 gesunde und stabile Wolfspopulation stellt aus unserer Sicht eine wünschenswerte
 Bereicherung unserer Fauna dar. Trotzdem stellen wir fest, dass aufgrund der ebenso 
 zu
 schützenden Kulturlandschaften, der hohen Bevölkerungsdichte und der begrenzten 
 Fläche
 eine gezielte Regulierung der Population unabdingbar sein wird. Allerdings ist der 
 Wolf in
 Deutschland und der EU streng geschützt. In Verbindung mit der Tatsache des üppigen
 Angebotes an Nahrung auch jenseits der Natur und fehlenden natürlichen Feinden steigt 
 die
 Population stark und unkontrolliert an. Bisherige Schutzmaßnahmen, wie immer 
 modernere
 Zaunanlagen oder Herdenschutztiere, erzeugen dazu immer höhere Kosten und erweisen
 sich als nicht ausreichend. Ebenso steigen auch die Kosten für Entschädigungen für
 vermisste oder getötete Nutztiere. Vor diesem Hintergrund stehen die Jungen Liberalen
 Bayern für eine rationale Herangehensweise und bekennen sich eindeutig zur
 naturschützenden Tätigkeit des Jägers.
 Wir fordern:
 1. den Wolf in das Landesjagdrecht und Bundesjagdgesetz aufzunehmen
 2. die FFH (Flora-Fauna-Habitat)-Richtlinie der Europäischen Union, die den Wolf
 ebenso als streng geschützt vorsieht, anzupassen
 3. Die konrtollierte Entnahme von Hybridengeburten, dh Welpen, die bei der Paarung
 zwischen Wolf und Hund entstehen
 4. eine Regulierung der Bestände durch Bejagung, um einen effektiven und
 vollumfänglichen Herdenschutz möglich zu machen und dem Schutz der Natur
 nachzukommen. Als Vorbild in der Umsetzung soll dabei der Aktionsplan des AFN
 (Aktionsbündnis Forum Natur) dienen, der sich auch an den Maßnahmen
 Schwedens und anderer skandinavischer Länder orientiert. Dabei soll jedes
 Bundesland dazu beitragen, den günstigen Erhaltungszustand der Wolfspopulation
 zu bewahren, aber auch eine Bestandsgrenze festlegen. Dem liegt eine sog.
 wildökologische Raumplanung zu Grunde, die zum einen „Problemareale“ als
 Wolfsausschlussareale, bspw. an Orten mit Weidetierhaltung, vorsieht, zum zweiten
 „Managementareale“, in denen der Wolf prinzipiell toleriert wird, zum dritten aber
 auch „Schutzareale“ enthält, in denen sich der Wolf frei entwickeln kann. 

Gültigkeit: 5 Jahre

Weitere Beschlüsse

12.04.2026

Ein liberales Chancenwunder für den Alltag – Unsere programmatische Neuausrichtung für Bayern 2028

I. Präambel: Der Staat als Dienstleister – Ein Liberalismus der echten Chancen Nach den schmerzhaften Wahlniederlagen der letzten Jahre reicht...
10.04.2026

Wehrpflicht-Stasi? Nein, danke!

Seit Anfang 2026 müssen Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren für Auslandsaufenthalte von mehr als drei Monaten eine...
11.04.2026

NextGen Kommunalpolitik – Digitale Beteiligungs- und Qualifizierungsformate für junge Menschen

Die Jungen Liberalen Bayern fordern den Freistaat Bayern auf, ein digitales Programm „NextGen Kommunalpolitik“ aufzubauen, das junge Menschen niedrigschwellig an...